Kerngesund in Quarantäne – warum wir uns drei Tage isolieren

Kerngesund in Quarantäne – warum wir uns drei Tage isolieren

3. Januar 2016 | von Tobias Reitz

Juli 1377. Um die Stadt vor der drohenden Pest zu schützen, fasst die Regierung der Republik Ragusa einen historischen Beschluss: Bevor Reisende Ragusa, das heutige Dubrovnik in Kroatien, betreten dürfen, müssen sie sich vierzig Tage lang isoliert in einem Lazarett aufhalten. Noch heute nennt man die befristete Isolierung von Personen oder Tieren, die verdächtig sind, an bestimmten Infektionen erkrankt zu sein, Quarantäne – abgeleitet von quaranta: vierzig.

Wir bei quäntchen + glück fürchten weder Pest noch Infektionen. Doch vor dem „Betreten“ des neuen Jahres haben wir uns drei Tage „Quarantäne“ verschrieben. Abgeschottet durch Anrufbeantworter und Auto-Responder schließen wir uns vom 4. bis 6. Januar im ab+zu ein, um anschließend kerngesund ins neue Jahr zu starten.

Gründe für die Quarantäne gibt es viele. 2015 war das wohl ereignisreichste Jahr in der fünfjährigen Geschichte von quäntchen + glück. Und 2016 tut schon jetzt alles dafür, das alles noch zu toppen.

Wir werden immer größer: das Büro

Im März 2015 zogen wir in ein neues Büro. Ein Stockwerk weiter ob erwarteten uns mehr Platz, mehr Licht, mehr Schreibtische. Aus dem alten Büro wurde in Zusammenarbeit mit Tischlermeister Fred und Industrie-Designerin Theresa das ab + zu, das wir – immer häufiger – vermieten oder selbst für wilde Workshops und Events nutzen. 2016 werden wir ein weiteres kleines Büro auf dem Gelände des alten Brauereiturms in der Dieburger Straße dazumieten. Noch mehr Platz für noch mehr Ideen.

Wir werden immer größer: das Team

Das Team von quäntchen + glück wächst. 2015 stießen Mirjam als Office Managerin, Patrick und Ben als weitere Webentwickler, Jess als Gestalterin, sowie Mirijam und Sven als studentische Aushilfen zu uns. Ab Januar verstärken uns Janni, Lisa und Inga in den Bereichen Konzeption, Social Media und Redaktion. Weitere Stellen sind in Planung. Ihr seid oder kennt WebentwicklerInnen (Backend oder Frontend), ProjektmangerInnen oder Online-KommunikatorInnen? Bitte melden!

Leider mussten wir 2015 auch Abschied nehmen. Am 17. August starb unser Freund und Kollege Flo an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls. Er fehlt. Jeden Tag. Vor den Weihnachtstagen haben wir Birte verabschiedet. Als Mitgründerin von quäntchen + glück prägte sie die Agentur mit nie enden wollenden Ideen und Querdenkereien. Jetzt freut sie sich auf neue Abenteuer. Alles Guude Birte und vielen Dank für alles! 2016 wird Dennis Darmstadt und quäntchen + glück für einige Monate verlassen – und im Herbst mit einem Rucksack voller Erfahrungen aus Praxisphase, Bachelorarbeit und Reisen hoffentlich wieder zurückkommen.

Wir werden immer größer: die Familien

Proaktiv hatten wir das Thema Familienfreundlichkeit Anfang 2015 auf die Agenda gesetzt. Der Altersdurchschnitt im Team kreiselt recht eng um die 30 und die ersten Kinder schienen nur eine Frage der Zeit. Als wir im Herbst 2015 zwei Workshops zu den Themen „familienfreundliche Agentur“ und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in Zusammenarbeit mit pro familia veranstalteten, war aus proaktiv längst reaktiv geworden. Zwei neue quäntchen haben bereits Kinder und zwei quäntchen verabschieden sich 2016 in die Elternzeit. Von null auf vier Kinder in wenigen Monaten: Die Schnapsidee „quita“ könnte schneller Realität werden als gedacht. Und das Thema Familienfreundlichkeit steht weiter ganz oben auf der Agenda.

Wir werden immer größer: die Projekte

Die Agentur vergrößert sich mit den Projekten und die Projekte mit der Agentur. Durch die rasante Evolution von Technologien und Kanälen ist in der Online-Kommunikation ohnehin fast jedes Projekt eine Premiere. Diese Premieren sind uns besonders in Erinnerung geblieben:

Neben den Projekten haben wir versucht, mit verschiedenen Events die Vernetzung der Digitalszene im Rhein-Main-Gebiet voranzutreiben. Die Bilanz: Drei Usability Testessen in Darmstadt, ein Workschoppe, das Communication Camp und der erste Webmontag Darmstadt mit mehr als 400 Teilnehmern als Teil des neu gegründeten Vereins Digitale Darmstadt.

Sortieren, Übergeben, Einarbeiten, Planen, Archivieren, Kennenlernen

Mit 40 kleinen und großen Projekten und zahlreichen personellen Veränderungen starten wir ins Jahr 2016. Und bevor wir uns in die Arbeit stürzen, brauchen wir drei Tage zum Sortieren, Übergeben, Einarbeiten, Planen, Archivieren und Kennenlernen. Auf der Agenda stehen ein ausgiebiges Neujahrsfrühstück, eine Einführung in die Besonderheiten der Agentur und in die Tools, die wir nutzen, die Übergabe von alten und neuen Projekten, die Jahresplanung der „Fachbereiche“, die Projektplanung für das erste Quartal, eine Nerdnight, bei der wir uns gegenseitig unser nerdigstes Hobby vorstellen (und das wird ganz schön nerdy werden), ein bisschen Wissensmanagement und eine offene Diskussionsrunde zur zukünftigen Struktur und Organisationsform von quäntchen + glück.

Also verzeiht uns, dass wir E-Mails und Anrufe erst am Donnerstag beantworten – nach der Quarantäne geht’s voller Elan ins Jahr 2016.

Kommentare

Senf dazu?

4. Januar 2016 | Stephanie Selmer

Ich finde eure Idee immer wieder wunderbar! Viel Spaß. Und das ab+zu muss ich mir merken ;)

Senf dazu!

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