Worüber die Quäntchen so quatschen – der Wochenrückblick

Worüber die Quäntchen so quatschen – der Wochenrückblick

4. September 2012 | von Andre Dücker

Letzte Woche hat sich viel getan auf Facebook. Die Änderungen gibt’s heute bei uns im Wochenrückblick.

Was Facebook alles weiß – Suchmaschine gibt Einblicke

Die semantische Suchmaschine Wolfram Alpha gibt uns einen kleinen Einblick in Facebooks Datenwelt. Gibt man in das Eingabefeld den Suchbegriff „my facebook” ein und erlaubt der Anwendung, auf Facebook zuzugreifen, liefert sie einen Bericht über unseren digitalen Fingerabdruck im sozialen Netzwerk.Dokumentiert wird fast alles. Angefangen bei einem Balkendiagramm zur Aktivität (z.B. Anzahl Status-Updates im Laufe der eigenen Facebook-Karriere) über die Dokumentation von Fotos und Videos bis zum Vorkommen einzelner Wörter wird der Datensalat grafisch aufbereitet.

Meine Ergebnisse der Abfrage Auch über unsere Facebook-Freunde weiß das soziale Netzwerk erstaunlich viel. Der Bericht beantwortet Fragen nach dem Durschnittsalter, der prozentualen Geschlechterverteilung, dem Beziehungsstatus und liefert sogar ein graphisches Netzwerk der Freunde und deren Verknüpfung untereinander. Wolfram Alpha selbst speichert die gesammelten Daten nur für eine Stunde.

Facebook sagt gefakten Likes den Kampf an

Facebook hat angekündigt, gegen gekaufte und gefakte Likes vorzugehen und sie automatisch zu löschen. Laut Angaben des sozialen Netzwerkes betrifft dies aktuell rund ein Prozent aller Likes. Folglich werden Fanpages von Unternehmen demnächst vermutlich leichte Rückgänge bei ihren Fanzahlen verzeichnen. Sollten sie in größerem Umfang Fans gekauft haben, werden die Rückgänge entsprechend stärker ausfallen.

Gefakte Likes werden von Drittanbietern angeboten, die diese oftmals mithilfe schädlicher Software für den normalen Nutzer generieren. Nutzer sollen in der Zukunft auf verdächtige Links achten, um sich keine Schadsoftware einzufangen. Vermehrt kommt es dabei zum Diebstahl von privaten Profilen zum Zwecke der Like-Generierung. Sollte der Verdacht bestehen, gehackt worden zu sein, empfiehlt Facebook, die Seite www.facebook.com/hacked zu besuchen. Unternehmen wird geraten, ihre Fanpages selbst oder nur von professionellen Anbietern, die sich an die Facebook-Richtlinien halten, gestalten und pflegen zu lassen.

Präziseres Targeting

Targeting-Beispiel von AllfacebookFacebook hat für Betreiber großer Fansites (ab 5000 Likes) eine neue Funktion bereit gestellt, die das Targeting von Beiträgen und Status-Updates präziser macht. Beiträge können so gezielter auf die entsprechenden Zielgruppen zugeschnitten werden. Als Auswahlkriterien stehen Geschlecht, Beziehungsstatus, Ausbildung, Alter, sexuellen Vorlieben sowie Standort und Sprache zur Verfügung. Den „ausgewählten“ Fans der Seite wird der Beitrag in ihrem Newsstream angezeigt, alle anderen sehen ihn nur noch auf der Fanpage selbst. Die Funktion soll für eine höhre Interaktionsrate und weniger Streuverluste sorgen.

Werbung in der Facebook-Suche

Es ist nun möglich, Werbeplätze in den Suchergebnissen des sozialen Netzwerkes zu schalten. Die Werbeplätze sind bis zu 70 Zeichen lang und verbergen sich an erster Stelle des Aufklappmenüs der Suche.

Die „Sponsored Ads”, wie die neue Funktion heißt, unterscheiden sich in einigen Punkten von anderen Anzeigeplätzen. Die Zielgruppe der Anzeige wird nicht nach demographischen Kriterien wie Alter, Geschlecht oder Wohnort ausgewählt, sondern kann eigenständig auf ein anderes Suchergebns oder eine App geschaltet werden.
Der Flughafen Berlin Brandenburg beispielsweise schaltet Anzeigen auf die Suchbegriffe „Coca Cola“ und „Pepsi“ und erreicht somit alle Personen, die sich für einen der Getränkehersteller interessieren. Die Betreiber der Seite sehen vermutlich Überschneidungen bei den Zielgruppen und erwarten, dass Fans von Cola und Pepsi sich auch für den Flughafen interessieren. Ebenso möglich wäre es übrigens für Cola Anzeigen in der Suche nach „Pepsi“ zu schalten.
Die Anzeigen in den Sponsored Ads müssen also nicht einmal mit dem eigentlichen Suchbegriff in Verbindung stehen. Möglich ist es auch, Anzeigen auf die eigenen Seiten zu schalten. Damit kann es korrigiert werden, dass eigene offizielle Seiten nicht als erstes Suchergebniss angezeigt werden.

Gezahlt wird mittels Cost per Click (CPC). Die Preise halten sich mit einem Cent für eine Anzeige auf eine eigene Seite und 15 Cent für Anzeigen auf Suchbegriffe der Mitbewerber in Grenzen. Der durchschnittliche Preis für einen Klick auf Facebook-Anzeigen lag laut des Mediendienstleisters TBG Digital im zweiten Quartal 2012 bei 44 Cent.

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