Worüber die Quäntchen so quatschen – der Wochenrückblick

Worüber die Quäntchen so quatschen – der Wochenrückblick

16. Juli 2012 | von Tobias Krebs

Ein Crowdfunding-Projekt für handgemachte Möbel und Facebook als Backend-Ersatz – diese Themen haben die Quäntchen heute diskutiert.

Hartz-IV-Möbel und vorbildliche Crowdkommunikation

Eigentlich wollte der Berliner Le Van Bo nur einen Tischlerkurs besuchen. Doch dann kam ihm die Idee der „Hartz IV Möbel” – handgezimmerte Einrichtung zum kleinen Preis. Den Anfang machte der 24-Euro-Sessel, gefertigt aus einem einzigen Brett. Mittlerweile umfasst die Hartz-IV-Kollektion auch weitaus aufwendigere Stücke.

Vorbildlich dabei: Von Anfang an hat Van Bo in sozialen Netzwerken dokumentiert und seine Fans eng mit einbezogen. Seit Mai 2010 besteht die Facebook-Seite „Konstruieren statt Konsumieren”, auf der Fotostrecken zu Events sowie Statements von Van Bo und Anhängern zu finden sind. Seit Januar 2012 lief außerdem ein Crowdfunding-Projekt zu einem Do-It-Yourself-Buch. Die Unterstützer dürfen dabei nicht nur spenden – Van Bo fragt ausdrücklich nach Meinungen, Anregungen und legt Entscheidungen in die Hände der Community, etwa bei der Auswahl des Verlags. Gelohnt hat es sich: Am 15. Juli wurde die Release-Party des Buches gefeiert.

Die Mitarbeiter unserer „quäntchen + glück“-Schreinerei haben übrigens vor einigen Wochen schon Hammer und Akkuschrauber in die Hand genommen und neue Schreibtische gebaut!

Facebook als Backend

Warum ein eigenes Website-Backend betreuen, wenn man doch einfach die neuesten Informationen via Facebook einlesen kann: Diese Idee stellt Gastautor Klaus Breyer auf allfacebook.de vor. Als Beispiel zeigt er die Seite der Titans Berlin Cheerleader: News, Fotos und About laufen von Facebook ein, lediglich selten aktualisierter Inhalt wird statisch verwaltet. Dadurch kommt die Seite ohne Content-Management-System aus, kann also ohne großes Vorwissen betreut werden.

Was Breyers Artikel nicht erwähnt: Eine implementierte Facebook-Timeline wird bei vielen Beiträgen unübersichtlich, zumal wichtige Informationen auf der Webseite schnell „nach unten rutschen“. Zudem hat die Übertragung ihre Grenzen: Fotos sind auf der Webseite nicht mehr anklick- und vergrößerbar. Organistationen, die eine Corporate Identity vermitteln wollen, schränkt dies bereits empfindlich ein.

Auch die Abhängigkeit von einem Drittanbieter sorgt für Stirnrunzeln. Viele Leser schlagen stattdessen in den Kommentaren ein eigenes vereinfachtes Backend vor, das Inhalte auf allen Kanälen ausspielen kann. So steigt der Aufwand nur minimal und die Inhalte bleiben zumindest auf dem eigenen Server. Gerade für kleine Vereine wie die Titans Berlin wäre das eine einfache Lösung.

Üüübrigens: Ick bin der Neue!

Tobias KrebsGestatten, Tobias Krebs, Online-Journalist und PR-Student an der Hochschule Darmstadt. Ich bin ein waschechter „Icke” und praxisphasischer Arbeitskollege der Quäntchen. Mitorganisator bei „Tu was Gudes!”, schreibendes Köpfchen hinter @ComCamp, Zwitscherling auf @trKrebs. Fotograf und Schreiber mit Berufserfahrung. Rechtschreibfanatiker und Sprachverschwurbler in einem – ja, das geht.

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