Botnet-Angriffe, ICE-Zwischenfall, Blogparade – worüber die Quäntchen so quatschen

Botnet-Angriffe, ICE-Zwischenfall, Blogparade – worüber die Quäntchen so quatschen

23. April 2013 | von Stephanie Klar

Der Rücklick der Woche ist wieder da! Diesmal dabei: gefährliche Botnet-Angriffe bei WordPress, ein ICE-Zwischenfall bekommt einen Storify-Beitrag und die wohl längste Blogparade des Landes.

Und was machen Sie so?

Das ist heutzutage eine Frage, die schwer zu beantworten ist. In Zeiten, in denen Berufsfelder miteinander verschmelzen oder gar neu entstehen, ist man als Arbeitnehmer dazu gezwungen, Berufsbezeichnungen neu zu erfinden.

Das ist auch Wibke Ladwig eines Tages aufgefallen, als sie beim Besuch ihres Lieblingskiosk nach ihrem Beruf gefragt wurde und in Erklärungsnot kam.

ScreenShot_Twitter-SinnUndVerstand

Mit einem Tweet rief sie zu einer Blog-Parade auf und sammelte bis Ende März knapp 100 Beiträge unter dem Beitrag Blogparade: Und was machen Sie so beruflich? in ihrem Blog.

Martina Bloch leitet eine Agentur für Unternehmenskontakte und äußert sich zu dem Thema in ihrem Beitrag Ich zerlege Agenturen. In Trainer ohne Trillerpfeife und Jogi-Löw-Pulli erklärt uns Insa Künkel ihre Tätigkeit als Business-Trainerin. Und Ulrike Scheld bietet „Beratung & Coaching für VIELBEGABTE“ an und nennt ihren Beitrag kurzerhand Ich bin ein Trüffelschwein.

Eine Blog-Parade oder ein Blog-Karneval bietet Bloggern die Möglichkeit, sich gegenseitig zu einem bestimmten Thema auszutauschen.

Das Blog-Parade-Team listet übrigens seit 2007 fleißig zahlreiche aktuelle Blog-Parade-Themen auf. Von Haustier-Quilts, über persönliche Kultfilme bis hin zu deutschsprachigen lesbisch-schwulen Autoren – in Blog-Paraden ist wirklich alles möglich.

WordPress-Admins schützt euch!

Das Herumtreiben im Social Web ist nicht immer angenehmer Art.

Das amerikanische Sicherheitsunternehmen Sucuri berichtet seit einigen Tagen von über 90,000 Servern, welche sich mehr oder weniger erfolgreich in WordPress-Accounts hacken.

Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Brute-Force-Attacke, bei der in diesem Fall von einem Botnet „mit roher Gewalt“ systematisch Passwörter zu einem bestimmten Benutzernamen getestet werden, bis sich zufällig die richtige Kombination ergibt.

Matt Mullenweg, Erfinder von WordPress, reagiert in seinem Blog auf die Angriffe mit Tipps, wie Blogger ihren WordPress-Account vor einem Angriff schützen kann. Auch das Online Magazin t3n zeigt Tricks, die die Sicherheit des eigenen Accounts erhöhen.

Da in diesem Falle wird fast ausschließlich versucht wird, den Benutzername „admin“ zu knacken, ist es derzeit noch gut möglich, sich mit einfachen Mitteln zu schützen.

Storify als journalistischer Bericht

Szenario Montagabend, 2. April: Der ICE 528 Köln-Bonn macht sich pünktlich auf den Weg. Kurz nach acht gestartet, bleibt er knapp eine halbe Stunde später mit krachenden Geräuschen wieder stehen. Diagnose: irgendwas mit der Elektronik. Prognose: eine Stunde.

Es ist wahrlich keine Besonderheit, dass ein Zug der Deutschen Bahn wegen technischem Defekt stehen bleibt. Aber selten wird zu einer so außergewöhnlichen Berichterstattung gegriffen: Die Rhein-Zeitung hat während und nach dem ICE-Stopp getwitterte Highlights gesammelt und in einen amüsanten Storify-Bericht verpackt.

Offensichtlich genervt vom unplanmäßigen Stoppen des Zuges nahmen nämlich viele Reisende ihr Smartphone in die Hand und versorgten sich gegenseitig via Twitter mit News aus dem #ICE528.

ScreenShot_Storify-Konow

Sogar Lokführer Oliver Konow teilte fleißig Neuigkeiten aus dem ersten Zugwagon und beantwortete nebenher viele Fragen der Reisenden.

Auch die Deutsche Bahn twitterte mit. Die fast 400 Pendler dürften sich also gut unterhalten und vorallem informiert gefühlt haben.

Cher ist tot? Ein Hashtag stiftet Verwirrung

Ein Problem an Hashtags ist, dass selten eine Groß- und Kleinschreibung beachtet wird. Der für Gegner von Margaret Thatcher propagierte Hashtag #NowThatchersDead („Jetzt ist Thatcher tot“) wurde von Fans der US-amerikanische Sängern Cher falsch interpretiert – und plötzlich war sie es, die via Twitter zahlreiche Beileidsbekundungen bekam.

Die am 8. April 2013 verstorbene ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher hatte schon zu Lebzeiten viele Gegner. Die Webseite www.isthatcherdeadyet.co.uk verkündet gehässig in drei Großbuchstaben: „YES“, Thatcher ist tot. Neben einer Spotify-Party-Playliste wurden die Leser gebeten, sich via Twitter zu äußern, wie sie die vermeintlich gute Nachricht feiern. Das sich auch nach ihrem Tod die Meinungen ihrer politischen Gegner nicht geändert haben, ist klar. Aber direkt so makaber?

 

 

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