Serwus i bims!

Serwus i bims!

25. Juli 2017 | von Anna Olk

Ich bin’s, Anna! Oder Neudeutsch: „Serwus I bims!“. Ich bin 29 Jahre alt und das neue Quäntchen auf Zeit. Wie es dazu kommt, dass ich meine Semesterferien nicht am Woog verbringe, sondern mir die volle Packung Bildschirmbräune gönne, das steht hier.

Professionelle Urlauberin

Vor meinem Leben als „Quäntchen“ war ich (und bin es immer noch) Studentin an der Hochschule Worms. Hier studiere ich Tourismus und Verkehrswesen.

Hauptsächlich wollte ich lernen, wie man professionell Urlaub macht. Allerdings musste ich feststellen, dass es sich um ein BWL-Studium mit touristischen Schwerpunkten handelt. Mist!

Damit ich mir an den Wochenenden den Eintritt in den Woog leisten kann, trage ich im 3Klang Teller von A nach B und gebe Auskunft bei wichtigen Fragen („Haben Sie auch eine Toilette?“). Wenn ich mir noch Freibadpommes leisten möchte, arbeite ich zusätzlich im Libertine Lindenberg Hotel in Frankfurt. Das kann ich gut. Seit 2012 bin ich nämlich Hotelfachfrau.

Weniger Teller mehr Twitter

Ich wünsche mir eine Zukunft, in der ich selbstbestimmt und unabhängig arbeiten kann. Ich möchte arbeiten können, wo, wann und mit wem ich will. Deswegen werde ich ganz bald die Teller an den Nagel hängen und den Bürohengst satteln.

Mein Plan ist, mir in den kommenden Jahren so viel Wissen über Online-Marketing anzueignen, wie in meinen kleinen Kopf passt. Meinen Traumjob gibt es noch nicht. Deswegen erfinde ich ihn mir selbst. Jemand wird in Zukunft schon die Dienste einer Hotelfachfrau mit Skills in der Online-Kommunikation brauchen. Da bin ich mir ganz sicher.

Ziel im Praktikum ist es also, so viel mitzunehmen wie möglich (gemeint hier: Know-how, keine Büroartikel). Und ich möchte meinen eigenen kleinen „Slackbot“ mit Mirjam programmieren.     

Wie ich zum Quäntchen auf Zeit wurde:

Damit ich nicht den ganzen Sommer am furchtbaren Woog verbringen muss, habe ich ein Bewerbungsvideo gedreht. Das Praktikum bei q+g wollte ich unbedingt. Was ich nicht wollte: ein Bewerbungsschreiben à la „Sehr geehrte Damen und Herren“. Mein Freund und ich haben dann die Kamera eingepackt und versucht, innerhalb eines zweieinhalb-minütigen Videos den Quäntchen klar zu machen, weshalb ich die Neue werden sollte. Hat geklappt!

Jetzt sitze ich hier und freue mich darüber, nicht in einer überkandidelten Agentur gelandet zu sein. Alle sind hier super entspannt und helfen mir mit jeder meiner Fragen. Nur die Antwort auf die Frage, ob sie eine Toilette haben, steht noch aus. Flache Hierarchien gibt es hier auch. Das einzige was noch flacher ist, ist der Wortwitz in diesem Blogtext. Höhö.

Dass es eine Urlaubsflatrate, Limo for free und jeden Montag Mittagessen für alle gibt – das sind nur die Tüpfelchen auf dem Ä und den Ü.

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