Das Web als Scheibe und der Social Media Image Maker — worüber die Quäntchen so quatschen

Das Web als Scheibe und der Social Media Image Maker — worüber die Quäntchen so quatschen

11. Juli 2013 | von Pamela Rieden

Unsere Tipps der Woche: Ein kritischer Blick auf Flat Design und der praktische Social Media Image Maker. Mit ihm lassen sich Bilder schnell und einfach für soziale Netzwerke anpassen.

Bildbearbeitung in Sekunden: Social Media Image Maker

Startseite des Scoial Media Image Makers

Aus 16 sozialen Netzwerken einfach die gewünschte Plattform und die Art des Bildes auswählen. Braucht ihr ein Profilbild für Facebook, ladet ihr eines eurer Bilder per Drag und Drop hoch. Nun den gewünschten Ausschnitt auswählen, das Bild zuschneiden und es mit Effekten wie bei Instagram und Filtern für den Schärfegrad bearbeiten. Kostenlos und ohne Anmeldung bietet das französische Designstudio Autre Planète dieses Tool an.

Zwei kleine Tipps: Der Image Maker speichert nicht automatisch. Wird die Seite geschlossen, ohne das bearbeitete Bild herunterzuladen, geht’s wieder von vorne los. Generell gilt: Nur Bilder nutzen, an denen ihr die Rechte habt.

Das Web als Scheibe mit Flat Design

Bei Windows sieht man das Flat Design umgesetzt.

Bei Windows sieht man das Flat Design umgesetzt.

Seit der Einführung des Windows Phone 8 hat sich bei Microsoft das Flat Design etabliert. Es verwendet keine Effekte – keine Farbverläufe oder realistische Bilder. Stattdessen gesättigte Farben, serifenlose Schriften und quadratische Buttons ohne abgerundete Ecken.

Apple iOS 6.1.3 verwendet den Skeuomorphismus.

Apple iOS 6.1.3 verwendet das skeuomorphische Design.

Ganz anders sieht’s beim Skeuomorphismus aus. Dieser Stil soll Websites möglichst realistisch darstellen. Dazu gehören Buttons, die sich durch Schlagschatten vom Hintergrund abheben und weitere Effekte, die den Eindruck von Dreidimensionalität erwecken – wie bei Apples iOS 6. (Diesen Herbst kommt übrigens das iOS 7 mit einer komplett neu gestalteten Plattform auf den Markt.)

Schlicht, ja — aber ergonomisch bitteschön

Felix Winkelnkemper von der Uni Paderborn wirft in seinem Artikel „…und die Welt ward flach!“ einen kritischen Blick auf den Flat-Design-Trend. Er bemängelt die fehlende oder schlecht umgesetzte ergonomsiche Dimension. Durch das flache und bunte Design erkenne man nicht mehr, welche Flächen angeklickt werden können. Zudem löse die Zusammenstellung gesättigter Farben Augen- und Kopfschmerzen beim Betrachter aus, da das Auge Farben unterschiedlich fokussiert und sich bei jeder Farbe neu fokussieren muss. Ein Vorteil aber ist, dass der Content einer Seite in den Mittelpunkt rückt, da keine Effekte mehr ablenken.

Winkelnkemper schlägt mit „Almost Flat Design“ einen Kompromiss vor – also ein Design, das den Spagat schafft zwischen flachem Design und guter Usability. Dabei heben sich wichtige, beziehungsweise anklickbare Buttons durch feine Effekte ab, wie zum Beispiel auf der Website von TUI.

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